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#1 RE: Pleuelbearbeitung von schorsch9999 20.12.2006 22:57

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Hi,
Über die Winterzeit habe ich mir mal die neuen Pleuel für den nächsten 2,5l Umbau vorgenommen.
Ich werde hierzu auch noch eine eigene Rubrik auf meiner HP einrichten, wie was warum Pleuelbearbeiten.

Hier mal ein kleiner Vorgeschmack original/bearbeitet:



Und hier meine (Provisorische) Selbstbau Wiegevorrichtung um die oszilierenden Massen eines Pleuels auszuwiegen und anzugleichen:



Weitere Bilder und Erklärungen folgen dann in der entsprechenden Rubrik auf der HP.


Falls noch Fragen und/oder Anregungen zu dem Thema sind, ist dieser (Begleit)Thread vorgesehen.

#2 RE: Pleuelbearbeitung von kanakaredes 20.12.2006 23:07

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Durch das polieren nimmst Du dem Pleuel die Bruchstellen weg-oder!?
d.h.: er wird im allgemeinen härter und bricht/reißt nicht so schnell
Oder seh ich das falsch!?

Schade dass es keine Motorblöcke aus Glas gibt-würde sich bei Deinem
echt lohnen!

Grüße,
Sven

#3 RE: Pleuelbearbeitung von Stefan-s2 20.12.2006 23:13

Die Bilder gehen nicht .
Bilder büdde.

MfG Stefan

#4 RE: Pleuelbearbeitung von Kraftstoffvernichter 20.12.2006 23:14

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Hast Du die (hoch)glanzpoliert?Sieht auf demBild fast so aus.
Das mit den Gussgraden entfernen ist klar,Sollbruchstellen.
Ich kenn es aber das man die Pleul Glasperl strahlt weil es die Oberfläche noch verdichten tut und dem Pleul somit mehr Festigkeit verleiht.

Hab von Oldtimer-Markt ein Sonderheft in dem es nur um sinnvolles Motortuning und Revision geht.Da ist das sogar bebildert.
Die Pleulwaage hat was von Apfelbeck.

#5 RE: Pleuelbearbeitung von schorsch9999 20.12.2006 23:36

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Zitat von Stefan-s2
Die Bilder gehen nicht .
Bilder büdde.


Das liegt daran, das ihr den Traffic des Servers meiner HP für diesen Monat gesprengt habt

Hier mal die Bilder von einem anderen Server:





PS: Glasperenstrahlen währe noch eine Steigerung, nur für den Saugmotor reicht die Festigkeit der Serien(turbo)pleuel mehr als genug.
Allerdings hat bei den Serienteilen ein Satz einen Gewichtsunterschied von bis zu 10 Gramm, und das ist (für mich) absolut inakzeptabel
Das Polieren nimmt dem Pleuel Sollbruchstellen

#6 RE: Pleuelbearbeitung von audiavus 21.12.2006 16:50

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aber rein wegen den oszilierenden massen reicht das grammgenaue angleichen durch materialabname am kolbenbolzenauge, so wies auf deiner HP war?

PS: da hast aber net zufällig Muttis küchenwaage zweckentfremdet?

#7 RE: Pleuelbearbeitung von schorsch9999 21.12.2006 17:03

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Das Pleuelgewicht Teilt sich in zwei Massearten auf:
- rotierende (Drehbewegung) ca. 2/3 des Pleuelgewichts und
- oszilierende (auf/abbewegung) ca. 1/3 des Pleuelgewichts

Es sollten im Idealfall die oszilierenden sowie die routierenden Anteile der einzelnen Pleuels genau ausgewogen sein.

Wenn du die Pleuel als ganzes auf ein Gewicht bringst kann es trotzdem sein, das sich die oszilierenden (oder routierenden) Massen der einzelnen Pleuels stark Unterscheiden, was wieder Contraproduktiv ist.

Ich sag es mal so, die Pleuel als ganzes auf ein Gewicht zu bringen ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn du es aber richtig machen willst mußt du die Pleuel auch nach den Anteilen der Massen angleichen (Dafür die Waagenkonstruktion)

Bei "unserem" 2,5l Sauger Umbau braucht es das Genau genommen gar nicht, Serienmäßig haben die Pleuel einen Gewichtsunterschied von ~6-12 und mehr Gramm (je nachdem was du für einen Satz erwischt).

Wenn du dir Vorstellst, das diese Pleuel so im Werk und in den Werkstätten im S2 & RS2 verbaut wurden/werden

Nur ich hatte gerade Zeit und Lust, und da habe ich mir die Mühe gemacht
Ist aber eine Sauarbeit.
Wiegen, schleifen, wiegen, schleifen....
Und die Pleuel sind nicht gerade "Bearbeitungsfreundlich" (Materialmäßig)

PS: Nein, das ist meine eigene Waage

#8 RE: Pleuelbearbeitung von Mad Dog 22.12.2006 16:51

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Sehr schick!

Und die linke Halterung aus zwei Kolben, unterem Zahnriemenrad und Riemenscheibe weisen Dich als echten Profi-Bastel-Improvisateur aus...
Man nimmt halt, was gerade bereit liegt und passt... Müssen bei Dir Motorenteile herumliegen...

Gruß

Christian

#9 RE: Pleuelbearbeitung von schorsch9999 22.12.2006 16:57

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Zitat von Mad Dog
Und die linke Halterung aus zwei Kolben, unterem Zahnriemenrad und Riemenscheibe weisen Dich als echten Profi-Bastel-Improvisateur aus...
Man nimmt halt, was gerade bereit liegt und passt...

Gut beobachtet
Manchmal muß man halt Improvisieren

Schöner ist es natürlich so:

Wichtig dabei ist das die Auflagefläche (Drehpunkt) des großen Pleuelauges möglichst klein ist (in meinem Fall eine Dreikantfeile ) und das Pleuel beim Wiegen möglichst waagrecht liegt

#10 RE: Pleuelbearbeitung von schorsch9999 22.12.2006 23:11

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So, es ist soweit.
Die Seite über die Pleuelbearbeitung ist jetzt Fertiggestellt.
http://www.20v-sauger-tuning.de/Pleuelbearbeitung.htm

#11 RE: Pleuelbearbeitung von audiavus 23.12.2006 09:00

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mann, mann schorsch, jetzt hast mir wieder was gezeigt... so wird mein motor ja nie fertig...

#12 RE: Pleuelbearbeitung von audiavus 23.12.2006 09:13

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wie is das dann beim angleichen: muß man dann einfach anhand deiner "waagenkonstruktion" alle aufs selbe gewicht bringen, oder zuerst komplett wiegen und das gemessene "übergewicht" entsprechend aufteilen?

#13 RE: Pleuelbearbeitung von schorsch9999 23.12.2006 10:48

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Ganz einfach,
zuerst wiegst du das Gesammtgewicht der einzelnen Pleuel
also z.B.
Pleuel 1 = 590 Gramm
Pleuel 2 = 589 Gramm
Pleuel 3 = 594 Gramm
....

danach wiegst den oszilierenden Masseanteil der Pleuel (Waagenkonstruktion)

z.B.
Pleuel 1 = 162 Gramm
Pleuel 2 = 160 Gramm
Pleuel 3 = 158 Gramm
....
daraus ergibt sich dann rechnerisch der rotierende Masseanteil (F ges. - F osz.)

Pleuel 1 = 428 Gramm
Pleuel 2 = 429 Gramm
Pleuel 3 = 436 Gramm
...
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Bei dieser Ausgangslage ist es also das Ziel das Gesammtgewicht der Pleuel auf 589 Gramm (oder niedriger) zu bringen (Gewicht des leichtesten Pleuel)

Ebenso müssen aber die oszilierenden & rotierenden massen bei allen gleich hoch sein (dabei richtet man sich auch jeweils nach dem niedrigsten Wert)
also:
Oszilierend = 158 Gramm und
Rotierend = 428 Gramm
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Bei unserem Beispiel würde sich das Gesammtgewicht nach dem Pleuel 2 richten, da dieses aber einen höheren oszilierenden Masseanteil wie der niedrigste Wert des Pleuelsatzes hat, muß logischerweiße das Gesammtgewicht am Ende unter 589 Gramm liegen.

Bei den Pleuel mit zu hohen oszilierenden Massen trägst du Material am Kolbenbolzenauge bzw. am oberen Schaftende ab, und bei zu hohen rotierenden Massen am unteren Schaftende.

Am Ende sollten dann alle Masseteile der einzelnen Pleuel auf ein Gewicht gebracht werden (+/- 0,5-1 Gramm)
Also z.B. so
Endresultat: Pleuel 1-3 jeweils = Fges. 586 Gramm, Fosz. = 158 Gramm Frot. = 428 Gramm.

Wie gesagt ist das ganze ein ständiges Wechselspiel zwischen Bearbeiten und Nachwiegen, u.s.w....

Ich hoffe das ganze ist verständlich rübergekommen
Viel Spaß beim Bearbeiten!

#14 RE: Pleuelbearbeitung von audiavus 23.12.2006 14:28

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jepp, habs kapiert...
aber soweit bin ich noch lang net ,erst die KW (da am teuersten), dann alles weitere

#15 RE: Pleuelbearbeitung von audiavus 08.03.2007 20:03

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hab nach langem suchen endlich leichte Pleuel bekommen. Nun hat aber der Vorbesitzer diese teilweies falsch zusammengebaut, und zwar siehts so aus als hätt er die Unterteile von den einen Pleuels mit den Oberteilen von einem anderen vertauscht, ich mein also so: Pleueloberteil 1 mit Unterteil vom 2. oder 3. oder...und so gings weiter
hab jetzt einfach die zusammengebaut, die gefühlsmäßig am besten zusammengepasst haben, sprich das es möglichst keinen fühlbaren Ansatz in der Lagerfläche gibt. das hat alles relativ gut gepasst, bis auf ein Pleuel, da spühr ich mitm Finger nen minimalen Ansatz
macht des arg viel aus oder is das weniger schlimm?

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